Albanien Wanderreise
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Tour Albanien 2.
Zwei- bis
siebenstündige Wanderungen in den Bergregionen Südalbaniens
Besteigung des Qorre (2.018 m) an der Albanischen Riviera
Wanderungen im Vjosa-Tal, um Voskopoja und am Ohrid-See
Museumsstädte Gjirokastra und Berat, Ruinen von Butrint und Apollonia
“A shore unknown" - unbekannte Gestade - so beschrieb Lord Byron vor 200 Jahren
Albanien. Heute noch zählt das Land der Skipetaren zu den am wenigsten bekannten
Gegenden Europas. Doch die fast unberührten Landschaften, die mächtigen,
unwegsamen Gebirgszüge, die geschichtsträchtigen Orte und antiken Stätten sind
eine Reise wert. Oft fühlen Sie sich in eine andere Zeit versetzt: Bauern ziehen
mit ihren Eseln und Hirten mit ihren Schafherden gemächlich des Weges. In den
abgelegenen Dörfern scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Reise ist
aber nicht nur ein Streifzug durch die albanische Bergwelt, sondern ebenso ein
Gang durch die bewegte Kulturgeschichte der Albaner. Amphitheater, Burgen und
Kirchen zeugen von der turbulenten Vergangenheit.
Reisedauer
15 Tage
Mindestteilnehmerzahl 10 Personen
Höchstteilnehmerzahl 15 Personen
Termine
2012
und Preise mit / ohne Flug
26.05.12 09.06.12 €1.950,- / €1.695,-
15.09.12 29.09.12 €1.895,- / €1.695,-
Einzelzimmerzuschlag: €180,-
Leistungen:
Reiseleitung ab/bis Deutschland
Englisch oder Deutsch sprechender Führer
Flug mit Lufthansa München - Tirana - München
derzeitige Flughafensteuer, Abflugsteuer und Sicherheitsgebühren
Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug
Übernachtung in Hotels und Pensionen
Halbpension
Transfers laut Programm
Eintrittsgebühren lt. Programm
Top-Schutz im Wert von € 93,-; Reiserücktritts-Versicherung,
Reisehaftpflicht-Versicherung, Reisekranken-Versicherung mit medizinischer
Notfall-Hilfe, Rundum-Sorglos-Service
Wunschleistungen:
Anschlussflüge nach Verfügbarkeit ab anderen deutschen Städten € 80,-, ab
Österreich/Schweiz ab € 150,-
Rail & Fly Bahnfahrkarte ab/bis deutscher Grenze € 65,-
ZUSATZ-Reiseschutz-Paket € 44,-: Reisegepäck-, Reiseunfall- und
Reiseabbruch-Versicherung
Tourverlauf:
1. Tag Anreise - Stadtrundgang Tirana
Flug nach Tirana. Nach der Ankunft in der albanischen Hauptstadt fahren wir zu
unserem Hotel im Zentrum und beziehen unsere Zimmer. (Der Transfer vom Flughafen
zur Unterkunft ist auf die Ankunftszeit des Gruppenflugs ausgelegt.) Am
Nachmittag besuchen wir das Nationalmuseum, hier gewinnen wir einen ersten
Eindruck von der bewegten Geschichte des Landes. Anschließend bummeln wir über
den Boulevard der Helden der Nation, eine breite Prachtstraße mit
schattenspendenden Bäumen, vorbei an mehreren Regierungsgebäuden, der
Kunstakademie und der Universität. Hotel [A]
2. Tag
Wanderung auf dem Dajti (1.613 m)
Vormittags besichtigen wir zunächst die mit Wandmalereien geschmückte E'them
Bey-Moschee. Danach fahren wir mit der Seilbahn auf Tiranas "Hausberg", Dajti
(1.613 m). Der gleichnamige Nationalpark, der nur etwa 30 km östlich der
Großstadt liegt, ist eine grüne Oase und ein beliebtes Ausflugsziel der Bewohner
Tiranas. Buchen- und Nadelwälder bedecken die Hänge und zahlreiche Füchse,
Wiesel, Eichhörnchen und Marder leben hier. Von der Bergstation der Seilbahn aus
starten wir zu einer 2,5- bis 3-stündigen Wanderung. Beim Mittagspicknick
genießen wir einen schönen Blick auf die Hauptstadt und ihre Umgebung. Zurück in
der Stadt kann der späte Nachmittag noch für weitere Besichtigungen oder für
eigene Unternehmungen genutzt werden. Gehzeit: 2,5-3h; Aufstieg: 500m; Abstieg:
500m; Hotel [FA]
3. Tag
Berat (UNESCO-Weltkulturerbe)
Nach dem Frühstück fahren wir nach Berat. Unterwegs machen wir kurz Halt in
Durres, dem römischen Dyrrachion, heute zweitgrößte Stadt des Landes. Hier
können wir einen kleinen Bummel entlang der Strandpromenade unternehmen oder
einen Blick auf das Amphitheater werfen (fakultativ).
Berat verdankt seinen Beinamen "Stadt der 1000 Fenster" seinen weißen, meist
zweistöckigen Häuser mit ihren zahlreichen Fenstern. Die Gebäude scheinen
förmlich an der Felswand zu kleben. Über enge, kopfsteingepflasterte Straßen
steigen wir hinauf zur Burg, die auf einem felsigen Hügel thront. Innerhalb
ihrer mächtigen Festungsmauern sind viele Häuser und Kirchen aus dem 18.
Jahrhundert erhalten geblieben. In der Stadt besichtigen wir die Königsmoschee
und die Moschee der Junggesellen, die Gorica-Brücke aus der Osmanenzeit und
einige typische Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
Fahrzeit: 2,5h; Fahrstrecke: 122km; Hotel [FA]
4. Tag
Wanderung in den Shpirag-Bergen
Heute fahren wir bis zum Dorf Mbreshtan, westlich von Berat. Hier starten wir zu
unserer Wanderung in den Shpirag-Bergen. Zunächst steigen wir schräg hinauf bis
zum Kamm. Mit einigen kleinen Zwischenabstiegen geht es danach entlang der
Hügelkette bis kurz unter den Hauptgipfel des kleinen Massivs. Nach einem
Mittagspicknick machen wir uns an den Abstieg, vorbei am Dorf Bjeshov bis zur
Fahrstraße, wo uns der Bus wieder abholt und zurück nach Berat bringt. Hier
besuchen wir noch das Onufri-Museum, in dem Werke des bedeutendsten albanischen
Ikonen-Malers, Onufri, ausgestellt sind. Gehzeit: 4-5h;
Fahrzeit: 2h; Aufstieg: 780m; Abstieg: 440m; Hotel [FA]
5. Tag
Apollonia - Vlora
Von Berat aus geht es an die Küste. Unterwegs besichtigen wir die Ruinen von
Apollonia - einst eine griechische, dem Gott Apollon geweihte Kolonie, heute
eine der bedeutendsten Ausgrabungsstätten Albaniens. Wir sehen uns das antike
Theater und die Fassade des Agonotheten-Tempels an (sie ist das heutige
Wahrzeichen Apollonias). Außerdem besichtigen wir das noch recht gut erhaltene
Odeion und die Stoa (Wandelhalle) und besuchen das byzantinische Kloster mit der
Marienkirche aus dem 14. Jahrhundert.
Nach weiteren 1 1/2 Stunden Fahrt erreichen wir Vlora. Nach Durres ist sie die
zweitgrößte Hafenstadt des Landes und ein beliebter Badeort. Wir beziehen unsere
Zimmer und unternehmen dann noch einen kurzen Stadtrundgang. Vom Stadthügel
haben wir eine schöne Aussicht auf Vlora und die Adriaküste. Mit einem
Strandspaziergang, einem erfrischenden Bad im Meer oder bei einer Tasse Kaffee
an der Strandpromenade klingt der Tag gemütlich aus.
Fahrzeit: 3,5h; Hotel [FA]
6. Tag
Wanderung auf den Qorre (2.018 m)
Mit dem Bus fahren wir hinauf in den Llogara-Nationalpark, ca. 40 km südöstlich
von Vlora gelegen. Am Llogara-Pass, auf etwa 1.000 m Höhe, beginnt unsere
Wanderung zum Gipfel des Qorre (2.018 m). Vom Cäsar-Pass aus - benannt nach dem
Imperator, der seine Truppen an dieser Stelle über das Gebirge geführt haben
soll - gelangen wir, zunächst auf Hirtenpfaden, später über wegloses Gelände
hinauf zum Gipfel. Fantastische Ausblicke auf die Bucht von Vlora, die
Karaburun-Halbinsel und das sattblaue Meer tief unter uns belohnen uns für den
anstrengenden Aufstieg. Auf demselben Weg kehren wir zurück zum Llogara-Pass und
zu unserer heutigen Unterkunft, einer Ferienanlage, die mitten im Nationalpark
Llogara liegt. Gehzeit: 6-7h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg:
1000m; Abstieg: 1000m; Hotel [FA]
7. Tag Die
Albanische Riviera
Eine Fahretappe entlang dem schönsten Abschnitt der Albanischen Riviera steht
uns heute bevor. Unterwegs bietet sich so mancher Panoramablick. Auf der einen
Seite schimmert das kristallklare Meer, gesäumt von lang gezogenen, einsamen
Sandstränden, auf der anderen Seite ragen schroffe Gebirgszüge steil in den
Himmel. Hübsche Dörfer, Zitronen- und Orangenbäume sowie Olivenplantagen säumen
die Straße. Unterwegs machen wir Halt in Porto Palermo - die Bucht war während
der Zeit des Kommunismus ein geheimer U-Boot-Hafen - und besichtigen die recht
gut erhaltene Festung des Ali Pasha Tepelene mit ihren mächtigen, 1,6 m dicken
Mauern. Vom Dorf Bunec aus unternehmen wir eine kurze Wanderung durch
Olivenhaine hinunter zum Strand und zurück. Unser heutiges Ziel ist Saranda. Die
moderne Stadt liegt an einer breiten Bucht gegenüber der griechischen Insel
Korfu. Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 3-4h; Fahrstrecke: 110km;
Hotel [FA]
8. Tag
Butrint - Gjirokastra
Nach dem Frühstück fahren wir nach Butrint (ca. 20 km). Die einstige griechische
Kolonie und bedeutende römische Stadt liegt malerisch auf einer kleinen
Halbinsel im Butrint-See. Dieser ist über einen kurzen Kanal mit dem Ionischen
Meer verbunden, in Sichtweite liegt die griechische Insel Korfu. Das nur zu
einem Fünftel ausgegrabene Butrint zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten
Albaniens und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Von der alten
Stadt sind die Ruinen von Wohnhäusern, Kirchen, eines Baptisteriums und von
Bädern, des Theaters sowie der Stadtmauer mit Toren erhalten geblieben. Heute
ist das Areal bewaldet - das Grün bildet einen schönen Kontrast zu den Resten
der antiken Stadt. Wir besichtigen die Ausgrabungsstätte und wandern hinauf zur
venezianischen Burg. Sie stammt aus dem Mittelalter, heute ist hier das Museum
untergebracht. Von hier haben wir eine schöne Aussicht auf das tiefer liegende
Theater, den Kanal, den See, die Festung von Ali Pascha Tepelene am
gegenüberliegenden Ufer und auf Korfu.
Am Nachmittag fahren wir nach Gjirokastra. Etwa auf halbem Weg ändert sich das
Landschaftsbild plötzlich: Die breite Ebene wird von einer bewaldeten, schönen
Berglandschaft abgelöst. In dieser Gegend gibt es viele Eichen und auf den
Wiesen entlang dem Bach weidet so mancher Hirte seine Schafherden. Hier machen
wir Halt am "Syri i kalter" (dem "Blauen Auge"), einer geheimnisvollen
Karstquelle. In Serpentinen fahren wir weiter über einen Pass nach Gjirokastra.
Diese alte Stadt zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und zu den schönsten Städten
des Landes; bemerkenswerte Steinhäuser von einst reichen Kaufleuten sind steil
an den Berghang gebaut. Die Kommunisten erklärten die Altstadt, genau wie in
Berat, zur “Museums-Stadt". Dadurch stand sie unter Schutz.
Fahrzeit: 3,5-4h; Hotel [FA]
9. Tag
Ruinen von Antigonea - Stadtrundgang Gjirokastra
Vormittags fahren wir zur Ausgrabungsstätte von Antigonea, die ca. 15 km
außerhalb von Gjirokastra auf einem Hügel vor der wuchtigen Gebirgskette Mali i
Lunxherise liegt. Hier wurden Münzen aus zahlreichen antiken Stadtstaaten, wie
z.B. Kerkyra (das moderne Korfu), Apollonia oder Dyrrachium (Durres) gefunden.
Sie zeugen von der einstigen Bedeutung Antigoneas als Handelsort. Wir sehen uns
die Ruinen der Agora (Versammlungsplatz) und der Stoa an. Auch eine Basilika aus
dem 6. Jh., deren Boden mit Mosaiken verziert ist, wurde hier entdeckt.
Zurück in Gijrokastra nutzen wir den Nachmittag für einen Stadtrundgang durch
die "Museumsstadt". Enge, steile Gassen verbinden die traditionellen
Steinhäuser. Der untere Teil der Häuser gleicht meist befestigten Trutzburgen.
Die Wohnbereiche der Obergeschosse aber haben Fenster und Balkone und sind mit
Schnitzwerk verziert. Leider sind viele Häuser schlecht unterhalten und dem
Verfall preisgegeben. Nach und nach werden sie aber restauriert. Wir erkunden
die Altstadt und “steigen" auf den beeindruckenden Burgfelsen. Die ältesten
Spuren dort stammen aus vorchristlicher Zeit. Heute thront hier eine mächtige
Festung mit Uhrturm. Sie ist alle fünf Jahre Schauplatz des nationalen
Volksmusik-Festivals, bei dem Gruppen aus dem ganzen albanisch-sprachigen Raum
auftreten. Im Inneren der Burg, die auch schon als Gefängnis diente, befindet
sich ein Waffenmuseum. Oft finden hier auch Kunstausstellungen statt. Wir
besuchen noch das Völkerkundemuseum, das im Geburtshaus des 1985 verstorbenen
kommunistischen Diktators Enver Hoxha untergebracht ist und kehren danach zum
Hotel zurück. Fahrzeit: 1,5h; Hotel [FA]
10. Tag
Über den Dhembeli-Pass nach Permet
Unsere heutige Wanderung führt uns vom abgelegenen Zagoria-Tal über den
Dhembeli-Pass nach Permet im Vjosa-Tal. Mit geländegängigen Fahrzeugen fahren
wir durch eine mächtige Schlucht. Sie ist der einzige Zugang zum Zagoria-Tal,
dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Die Bewohner dieser Gegend waren im
Osmanischen Reich berühmt, da sie alle Karawanen kontrollierten, die aus Italien
ins Innere Albaniens, nach Griechenland und nach Makedonien zogen. Nach etwa 3
Stunden Aufstieg haben wir den höchsten Punkt unserer Wanderung, den
Dhembeli-Pass auf ca. 1.500 m, erreicht. Hier machen wir Mittagspause und können
den fantastischen Ausblick auf das Vjosa-Tal und unser heutiges Ziel, das in
eine wunderschöne Berglandschaft eingebettete Städtchen Permet, genießen. Beim
Abstieg machen wir noch Halt in Leusa und besichtigen die orthodoxe Kirche aus
dem 17.Jahrhundert. Gehzeit: 5,5-6,5h; Fahrzeit: 2,5h;
Aufstieg: 560m; Abstieg: 1200m; Hotel [FA]
11. Tag
Korca - Voskopoja
Entlang der Gramoz-Kette, dem Grenzgebirge zu Griechenland, führt unsere Route
heute weiter ostwärts. Nur ein paar kleine Dörfer säumen den Weg durch diese
abgeschiedene Bergregion. Wie auch die Gegend um Permet war diese, heute so
friedlich wirkende Landschaft im Zweiten Weltkrieg eine Partisanenhochburg und
somit hart umkämpft.
Wir gelangen nach Korca, der Bezirkshauptstadt von Südost-Albanien. Die Stadt
liegt auf einer fruchtbaren Hochebene, dominiert von den Morava-Bergen im Osten.
Vom 17. Jh. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war Korca ein bedeutendes
Handelszentrum. Breite Boulevards und einige hübsche Villen zeugen vom einstigen
Wohlstand. 1887 wurde hier die erste Schule eröffnet in der ausschließlich in
albanischer Sprache unterrichtet wurde. Wir besuchen das Nationalmuseum für
mittelalterliche albanische Kunst mit seiner eindrucksvollen Sammlung von Ikonen
und anderen religiösen Kunstwerken.
Gegen Abend fahren wir weiter ins etwa 20 km entfernte Voskopoja (1.100 m). Bis
ins 18.Jh. war der Ort das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region und
eine der größten Städte des Balkans. Heute erinnert in dem 700-Einwohner-Dorf
kaum noch etwas an einstige Glanzzeiten. Dank der idyllischen Bergwelt und der
guten Wintersportmöglichkeiten in der Umgebung entwickelte sich Voskopoja in den
letzten Jahren aber zum beliebten Erholungsort für die Bewohner von Tirana und
Korca.
Für die nächsten beiden Nächte sind wir in einer schönen Hotelanlage mit großem
Park etwas außerhalb von Voskopoja untergebracht.
Fahrzeit: 5,5h; Fahrstrecke: 150km; Hotel [FA]
12. Tag
Wanderung in der Umgebung von Voskopoja
Heute unternehmen wir eine ausgedehnte Wanderung durch die herrliche Landschaft
um Voskopoja. Es geht durch Pinienwälder und über Almweiden, hier können wir die
Stille dieser abgelegenen Region genießen. Unterwegs kommen wir auch an einigen
der noch erhaltenen Kirchen vorbei (24 soll es einst gegeben haben). Vom reichen
Freskenschmuck im Inneren der Basiliken war zum Teil kaum noch etwas zu
erkennen. Erst seit einigen Jahren versucht man, die Wandmalereien freizulegen
und zu restaurieren.
Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 500m; Hotel [FA]
13. Tag
Ohrid-See - Wanderung zum Guri I Kamjes (1.461 m)
Nach dem Frühstück fahren wir weiter nach Pogradec am Ohrid-See. Der zweitgrößte
See des Balkans gehört etwa zu 1/3 zu Albanien und zu 2/3 zu Mazedonien.
Aufgrund des milden Klimas und des guten Bodens gedeihen hier Wein, Obst und
Gemüse, das später auf den Bauernmärkten in Pogradec verkauft wird. Viele
endemische Fischarten leben im See und zahlreiche Vögel im Uferbereich. Wir
unternehmen eine Wanderung in den Bergen südwestlich der Stadt und steigen
hinauf bis zum Kamm unterhalb des Guri I Kamjes (Stein von Kamja). Dies ist ein
beeindruckender, freistehender Felsen, der durch Erosion geformt wurde. Von
einem nahe gelegen Hügel (1.530m) haben wir eine überwältigende Aussicht auf den
großen See und das Bergland im Westen. Vor dem Abendessen können wir die Zeit
für einen Bummel entlang der schön angelegten Strandpromenade von Pogradec
nutzen. Gehzeit: 3,5-4h; Fahrzeit: 2,5h; Fahrstrecke:
50km; Aufstieg: 550m; Abstieg: 550m; Hotel [FA]
14. Tag Lin
am Ohrid-See - Kruja
Wir fahren am Ufer des Ohrid-Sees entlang nach Norden bis zum Dorf Lin, wo wir
einen Einblick in das traditionelle Dorfleben am See bekommen können. Enge
Straßen, gesäumt von alten Häusern aus Stein und Holz führen zu einer antiken
Basilika mit 8 farbenfrohen Fußbodenmosaiken mit Fisch-, Vogel- und
Bienenmotiven aus dem 5. Jahrhundert.
Anschließend fahren wir in etwa 4 Stunden nach Kruja. Die mittelalterliche Stadt
liegt am Hang des Berges Sari Salltiku. Durch die engen Gassen des quirligen
Basars gelangen wir hinauf zur Festung. Der Fürst Skanderbeg, der Mitte des 15.
Jahrhunderts die albanischen Clans erstmals unter einer Flagge vereinigt hatte,
verteidigte Albanien von hier aus mehrere Jahrzehnte gegen die vordringenden
Osmanen. Erst nach Skanderbegs Tod konnten die Türken 1478 Albanien vollständig
besetzen. Sie beherrschten das Land über 400 Jahre. Heute wird Skanderbeg als
Nationalheld verehrt. Sein Name ist in Albanien ein Symbol für Tapferkeit, Mut
und die Einheit des Landes.
Wir besichtigen die Festungsanlage und das Skanderbeg-Museum sowie das
sehenswerte Ethnografische Museum, das in einem typischen Wohnhaus aus dem 18.
Jh. untergebracht ist. Hier bekommen wir einen Eindruck von der Lebensweise
einer albanischen Großfamilie. Fahrzeit: 5h; Hotel [FA]
15. Tag
Heimreise
Erfüllt von den neuen Eindrücken nehmen wir heute Abschied vom Land der
Skipetaren und fahren zum Flughafen Tirana. Von dort treten wir den Rückflug
nach Deutschland an. Fahrzeit: 0,5h; [F]
Charakter
der Tour und Anforderungen:
Kulturwanderreise,
Tageswanderungen auf Bergpfaden, Feld- und Waldwegen. Kondition und
Trittsicherheit erforderlich, teils längere Fahrten auf kurvigen, unwegsamen
Straßen.
Tour Albanien 2.
Anfragen an: Radreise@web.de
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